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Aktueller Stand der Wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Belarus und Österreich

In den Jahren seit der Aufnahme diplomatischer Beziehungen hat Österreich den Status eines der wichtigsten Partner Belarus' in Europa im Bereich Handel und Investitionen erlangt. Über viele Jahre hinweg gehörte Österreich konstant zu den fünf größten Investoren in der belarussischen Wirtschaft und war eine bedeutende Quelle moderner Ausrüstungen und Technologien, die bei der Modernisierung exportorientierter belarussischer Unternehmen eingesetzt wurden.

Es wurden eine bilaterale zwischenstaatliche Kommission für die handels- und wirtschaftliche Zusammenarbeit sowie der Belarussisch-Österreichische Wirtschaftsrat eingerichtet. Deren Sitzungen fanden regelmäßig statt, um auf Regierungs- und Unternehmensebene aktuelle Fragen der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zu erörtern, die Rahmenbedingungen für unternehmerische Tätigkeit zu verbessern und konkrete Aufgaben zu lösen.

Auf Initiative der österreichischen Seite wurde die Arbeit im Rahmen dieser institutionellen Formate ausgesetzt.

Die gegen Belarus unter Verstoß gegen das Völkerrecht verhängten sektoralen und sonstigen Sanktionen sowie der dadurch seit 2021 belastete Charakter des belarussisch-europäischen Dialogs wirken sich negativ auf die Dynamik, Struktur und das Volumen des bilateralen Waren- und Dienstleistungsverkehrs zwischen Belarus und Österreich aus, dessen Handelsvolumen zuvor 200–300 Millionen US-Dollar erreicht hatte. Aufgrund der unmittelbaren Auswirkungen der Sanktionen sowie ihrer weitgehenden Auslegung durch ausländische Partner haben sich die Außenhandelslogistik, der Zahlungsverkehr sowie der traditionell erfolgreiche bilaterale Dienstleistungshandel erheblich erschwert.

In Belarus wurden von österreichischen Investoren eine Reihe bedeutender Projekte umgesetzt; allerdings wurde auch die Investitionstätigkeit durch die geltenden Beschränkungen beeinträchtigt. Die Präsenz österreichischer Unternehmen in der belarussischen Wirtschaft hat sowohl im Handelsbereich als auch als Investoren deutlich abgenommen. Ebenso hat sich ihre traditionelle Rolle als Lieferanten hochtechnologischer Ausrüstungen für Belarus verringert. Gleichzeitig haben sich belarussische Unternehmen auf für beide Seiten vorteilhafte Partnerschaften in anderen Regionen ausgerichtet, während frei gewordene vielversprechende Nischen im Handel und bei Investitionen zunehmend von Unternehmen aus anderen Ländern besetzt werden.

Unter den gegenwärtigen Bedingungen bleibt die handels- und wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Belarus und Österreich in einem begrenzten Rahmen weiterhin möglich.

 

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