Belarussische Diplomaten ehrten das Gedenken an die Opfer des Konzentrationslagers Mauthausen
01.02.2026 г.Der Botschafter von Belarus in Österreich Herr Andrei Dapkiunas nahm am 1. Februar an der feierlichen Kranzniederlegung an den Denkmälern zu Ehren der Häftlinge und Kriegsgefangenen des ehemaligen Konzentrationslagers Mauthausen (Bundesland Oberösterreich) teil. An der Veranstaltung nahmen außerdem Diplomaten aus Kasachstan, Kirgisistan, Russland, Tadschikistan und Usbekistan teil, ebenso Vertreter der Vereinigung ehemaliger KZ-Häftlinge des Bundeslandes Oberösterreich sowie des Historischen Klubs beim Russischen Haus.
Die Gedenkzeremonie war dem Jahrestag des historischen Ausbruchs sowjetischer Häftlinge aus dem „Todesblock Nr. 20“ gewidmet.
In der Nacht vom 3. Februar 1945 unternahmen mehr als 400 sowjetische Militärangehörige einen Massenausbruch aus Mauthausen. Dieser Häftlingsaufstand war der größte in der Geschichte der nationalsozialistischen Lager. Zur Verfolgung der Flüchtigen wurde eine Operation organisiert, die unter der Bezeichnung „Mühlviertler Hasenjagd“ bekannt wurde. SS-Einheiten verfolgten mit Unterstützung der lokalen Bevölkerung die Flüchtigen und töteten die meisten von ihnen. Neun Flüchtlinge konnten nicht entdeckt werden; trotz tödlicher Gefahr wurden sie von Einheimischen bis zum Kriegsende verborgen.
Belorussische Diplomaten legten auch Blumen an einer Gedenktafel zum Andenken an die Bürgerinnen und Bürger von Belarus nieder, die Opfer des Nationalsozialismus wurden.
Die Veranstaltung in Mauthausen war Teil eines gemeinsamen Programms der diplomatischen Missionen der GUS-Staaten in Österreich zum Gedenken an die Heldentat des sowjetischen Volkes im Großen Vaterländischen Krieg.



