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Diplomaten der Botschaft von Belarus haben das Andenken an die Häftlinge und Opfer des Systems der Konzentrationslager „Mauthausen“ geehrt

08.05.2026 г.

Diplomaten der Botschaft von Belarus haben gemeinsam mit russischen Diplomaten in Österreich das Andenken an die Häftlinge und Opfer des Systems der nationalsozialistischen Konzentrationslager „Mauthausen“ geehrt.

Das Konzentrationslager Mauthausen wurde im Sommer 1938 errichtet. Später entwickelte es sich zu einem System von Todeslagern mit etwa 50 Außenlagern. Die Häftlinge wurden zur Arbeit in Steinbrüchen sowie beim Bau unterirdischer Produktionsstätten der nationalsozialistischen Rüstungsindustrie eingesetzt, um diese vor Luftangriffen zu schützen. Mehr als 120.000 Menschen wurden ermordet oder starben infolge von Zwangsarbeit, Folter, Hunger und Krankheiten. Das Konzentrationslager Mauthausen wurde am 5. Mai 1945 befreit; im Frühjahr 1949 wurde die Gedenkstätte Mauthausen eröffnet.

Der tragischste Ort im Lager ist der Appellplatz — der zentrale Platz für die Zählappelle der Häftlinge. Er war ein Symbol des grausamen Regimes, der Kontrolle und der täglichen Demütigungen.

Täglich, morgens und abends, mussten die Häftlinge unabhängig von den Wetterbedingungen mehrere Stunden auf dem Platz zur Zählung (Appell) stehen. Der Appellplatz wurde nicht nur für Appelle genutzt, sondern auch für öffentliche Strafen, Auspeitschungen sowie zur Verkündung von Todesurteilen.

Belarussische Diplomaten legten außerdem Blumen an der Gedenktafel für die Bürger von Belarus — Opfer des Nationalsozialismus — nieder, ebenso am Obelisken für Häftlinge aus den Ländern der ehemaligen UdSSR, am zentralen Denkmal für die Opfer von Mauthausen, am Denkmal für General D. Karbyschew sowie an Denkmälern und Gedenktafeln für die Opfer des Konzentrationslagers aus Armenien, Aserbaidschan, Georgien, Israel, Kasachstan, Kirgisistan, China, Polen, der Slowakei und der Ukraine.

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