20 Jahre Österreichisch-Weißrussische Gesellschaft
30.09.2026 г.20 Jahre Österreichisch-Weißrussische Gesellschaft: Zwei Jahrzehnte Freundschaft, kultureller Dialog und gesellschaftliche Kontakte
In Wien wurde das 20-jährige Bestehen der Österreichisch-Weißrussischen Gesellschaft gefeiert. Das Jubiläum ist mehr als nur ein Datum. Es markiert einen wichtigen Meilenstein im gemeinsamen Weg von Menschen, die die Idee und das Ziel verbindet, aufrichtige freundschaftliche Beziehungen zwischen Österreich und Belarus zu fördern. Im Laufe ihres Bestehens hat sich die Gesellschaft zu einer wichtigen Plattform für Volksdiplomatie und Dialog entwickelt.
Die Gesellschaft wurde 2006 von Professor Peter Bachmaier gegründet, der auch ihren Vorsitz übernahm. In den vergangenen 20 Jahren spielte er eine bedeutende Rolle bei der Gestaltung der interkulturellen Dimension der österreichisch-belarussischen Beziehungen. Im Jahr 2026 übernahm der österreichische Historiker und Journalist Dieter Reinisch den Vorsitz der Gesellschaft.
Im Juni wurde Peter Bachmaier in der Botschaft von Belarus in Wien für seinen langjährigen Beitrag zur Entwicklung der belarussisch-österreichischen Freundschaft mit einer Ehrenurkunde des Außenministeriums von Belarus ausgezeichnet.
Zwanzig Jahre gesellschaftliche Diplomatie
Im Laufe der vergangenen Jahre hat die Österreichisch-Weißrussische Gesellschaft ein breites Spektrum an Initiativen und Projekten umgesetzt. Dazu zählten thematische Diskussionsveranstaltungen, historische Seminare, Konzerte, Kulturabende sowie Begegnungen mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wissenschaft und Kunst. Rund um die Gesellschaft hat sich eine Gemeinschaft von Menschen mit ähnlichen Interessen und Überzeugungen gebildet – darunter Forschende, Kulturschaffende, Lehrkräfte, gesellschaftlich engagierte Persönlichkeiten und alle, die sich für die belarussisch-österreichischen Beziehungen interessieren.
Zu den Höhepunkten in der Geschichte der Gesellschaft zählen eine gemeinsame Veranstaltung an der Diplomatischen Akademie Wien im Jahr 2017 anlässlich des 25. Jahrestages der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Österreich und Belarus, ein Treffen mit dem Präsidenten von Belarus während seines Österreichbesuchs im Jahr 2019 sowie zahlreiche Reisen nach Belarus.
Ein Raum für gegenseitiges Verständnis
Einen besonderen Stellenwert in der Arbeit der Gesellschaft nimmt der kulturelle Austausch ein. Dazu gehören die Vermittlung belarussischer Traditionen, Bräuche, Feste und des künstlerischen Erbes an das österreichische Publikum sowie Projekte, die dem belarussischen Publikum Österreich näherbringen.
Ein weiterer Bereich, der die beiden Länder einander nähergebracht hat, ist die humanitäre Arbeit. Über viele Jahre hinweg organisierten österreichische Partner Sommeraufenthalte in Österreich für belarussische Kinder aus Regionen, die von der Katastrophe von Tschernobyl betroffen waren.
Auch heute verfügt die Gesellschaft über ein weitreichendes Netzwerk von Freundinnen und Freunden sowie Partnern in beiden Ländern. Sie organisiert gemeinsame Veranstaltungen und trägt damit dazu bei, Kontakte zwischen Österreicherinnen und Österreichern sowie Belarussinnen und Belarussen aufzubauen und langfristig zu pflegen.


